Sonntag, 2. September

8:30 Uhr Festgottesdienst mit Feier des 30-jährigen Priesterjubiläums von Pfarrer Johann Karner, danach Pfarrfest

Gottesdienste der Woche vom 19. bis 26.8.2018
Verlautbarungen der Woche vom 19.08. bis
Adobe Acrobat Dokument 19.6 KB
Gottesdienste der Woche vom 26.8. bis 2.9.2018
Verlautbarungen der Woche vom 26.08. bis
Adobe Acrobat Dokument 20.1 KB

 

Werte Pfarrbevölkerung!

 

Unser Herr Pfarrer, Mag. Johann Karner, wurde am 19. Juni 1988 vom damaligen Diözesanbischof Johann Weber im Dom zu Graz zum Priester geweiht. Somit begeht er in diesem Jahr sein dreißigjähriges Priesterjubiläum - ein Grund, ihm herzlich zu gratulieren und weiterhin Gottes Segen für ihn zu erbitten.

 

Das wollen wir gemeinsam tun: in einer kleinen Feier im Rahmen des Pfarrfestes am 2. September 2018. Alle sind dazu sehr herzlich eingeladen.

 

Susanne Linhardt

Pfarrblatt Juli 2018

 

 

Zu Herrn Pfarrers 60. Geburtstag: Eine Reise in die "Goldene Stadt Prag"

Alle PfarrgemeinderätInnen des Pfarrverbands sind sich einig gewesen: ein gemeinsames Geschenk für unseren Herrn Pfarrer zum Sechziger - und da er gerne reist, war dieses eine Wunschreise, bei der er von etlichen PGR mit Anhang begleitet wurde.

Sein Wunsch: Prag, die "Goldene Stadt". Schnell waren 48 ReiseteilnehmerInnen gefunden und am 24. Oktober in der Früh ging es los. Bei guter Stimmung, in einem wunderbaren und sehr großen Bus, war nach einem Mittagessen und Stadtbummel durch Budweis Prag am frühen Abend erreicht. Es warteten ein geräumiges Hotel, nette Zimmer, ein ausgezeichnetes Abendbüffet und reichlich Bier, Wein und gute Unterhaltung.

Nachdem die Stadtführerin am nächsten Morgen pünktlich zur Stelle war, ging es per Bus, aber hauptsächlich per pedes durch die goldene Stadt Prag und alle Sehenswürdigkeiten, von denen man ja schon so einiges gehört hatte oder schon kannte, wurden besucht und geschichtlich hinterfragt. Den Abschluss bildete eine Schifffahrt auf der Moldau. Alle waren zufrieden, ein ruhiges Plätzchen am warmen Schiff ergattert zu haben, um ein letztes Mal die Schönheiten Prags genießen zu können.

Ein böhmischer Abend mit böhmischem Essen, dazu 4 Bier pro Person (!!!), - die nicht selbst konsumierten wurden an Trinkfestere gerne weiter gegeben - mit Musik und Tanz beschloss den anstrengenden Tag.

Der dritte Tag war der Heimreise gewidmet, mit einem letzten kulturellen Stopp im Kloster Vyssi Brod, nahe der österreichischen Grenze. Pünktlich - wie angekündigt - sind alle wohlbehalten wieder zu Hause eingetroffen.

Ein großes Dankeschön an alle ReiseteilnehmerInnen für die Disziplin, die gute Stimmung, die Gemeinschaft. Sehr nett war das Kennenlernen neuer Menschen. Es war gut zu erfahren, dass diese drei Tage die Leute aus den drei Pfarren enger zusammengebracht haben.

Ein besonderes Danke aber Herrn Dr. Gotthard Rainer, PGR Vorsitzender in Lieboch, der diese Reise nicht nur akribisch genau geplant hatte, sondern mit seiner perfekten Durchführung alle wirklich begeistern konnte! Hoffentlich gibt es Ähnliches bald wieder.

Pfarrblatt Dezember 2017, Susanne Linhardt

Amtseinführung Pfarrer Mag. Johann Karner 11. März 2012

Vorstellung der Erstkommunionkinder und Suppensonntag

 

Mit dem Satz: "Hansi ist da", welchen Johann Karner in sein Heft in der ersten Klasse Volksschule geschrieben hat, legte Pfarrer Johann Karner seinen Leitfaden für die Seelsorge in der Pfarre Tobelbad. Aus dem "Ich bin da" wird ein "für euch da". Dass wir alle da sind, ist ein Geschenk Gottes. Nun gilt es - die Perle Himmelreich zu suchen.

Unser neuer Pfarrer stellt sich vor

Grüß Gott, werte Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche der Pfarre Tobelbad!

In der Annahme, dass es Sie interessiert, woher der neue Pfarrer kommt und was er schon alles hinter sich hat, möchte ich bei meinem ersten „Auftritt“ im Pfarrblatt einiges von mir erzählen.

Am 5. Juni 1957 habe ich in meinem Elternhaus in der oststeirischen Pfarre St. Margarethen an der Raab das Licht der Welt erblickt. Zusammen mit meinen beiden Brüdern Franz und Rupert und mit meiner Schwester Anneliese durfte ich in der bunten, natürlichen Umgebung der elterlichen Landwirtschaft eine sehr schöne Kindheit erleben. Im hautnahen Kontakt mit Pflanzen und Tieren, im Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel, aber auch in Furcht und Zittern vor der zerstörerischen Gewalt von Blitz und Hagel, lernte ich von frühester Kindheit an das Staunen vor den zarten und mächtigen Wundern der Natur. Der vorbildliche Glaube meiner Eltern, den ich vor allem in der Atmosphäre gemeinsamen Betens schon als Kleinkind erleben durfte, schaffte mir die Brücke zu Gott als eigentliches Geheimnis der Schöpfung.

Mit zunehmendem Alter wurde mir der Allerhöchste noch bestaunenswerter, besonders dann, wenn ich an den Hochfesten des kirchlichen Jahreskreises davon hörte, dass Gott Mensch geworden ist, und dass der Gott-Mensch, der sein Leben aus Liebe zu uns Menschen am Kreuz dahingegeben hat, am dritten Tage von den Toten auferstanden ist. Damals, etwa nach dem vollendeten zehnten Lebensjahr, türmte sich in mir erstmals die Begeisterung dafür auf, diesem Jesus von Nazareth ganz und gar nachzufolgen. Zunächst kam es jedoch anders.

Nach der Matura absolvierte ich die Hauptschullehrerausbildung für Mathematik und Bildnerische Erziehung an der Pädagogischen Akademie unserer Diözese in Graz-Eggenberg. Anschließend übte ich den erlernten Beruf – unterbrochen durch den Präsenzdienst – zweieinhalb Jahre lang aus. Ausgerechnet die Zeit beim Bundesheer, die ich eigentlich durch die Ableistung des Zivildienstes hatte umgehen wollen, war eine ganz wichtige, ja ausschlaggebende Zeit des Nachdenkens, die zur beruflichen Neuorientierung führte. Diese Nachdenkphase war jedoch nicht ganz einfach. Sie begann mit der Erinnerung: „Hast du nicht einmal daran gedacht, Priester zu werden? Soll diese Idee nun für immer begraben sein?“ Im Zuge einer sich anbahnenden Freundschaft mit einer jungen Lehrerin wurde diese Frage zunehmend virulent. – Gut eineinhalb Jahre lang hatte ich dann mit dem Gedanken zu ringen: „Ich bin nicht geeignet für den Priesterberuf.“ Je mehr ich mich jedoch gegen die Option des Priesterwerdens auflehnte, desto unbändiger erlebte ich den inneren Anstoß, wider alle Bedenken mit dem Theologiestudium zu beginnen. Das Wort eines Beichtpriesters im Grazer Dom war schlussendlich ein wichtiger Mitauslöser dafür, dass mein innerer Widerstand schwand, dass ich meinen Beruf als Lehrer aufgeben und ausreichend Mut schöpfen konnte, ins Grazer Priesterseminar einzutreten: „Wen Gott ruft, den rüstet er auch!“ Diese Wegweisung hat sich mittlerweile schon oftmals bewahrheitet. Denn in den bald vierundzwanzig Jahren meines Priesterseins erging schon mehrmals der Ruf an mich, eine neue Aufgabe oder Zusatzaufgabe zu übernehmen. Und noch nie wurde ich in meinem Vertrauen auf Gottes Hilfe enttäuscht. Ich hoffe, dass dies auch im Blick auf den Pfarrverband Dobl, Lieboch und Tobelbad so sein wird.

Als Priester konnte ich im wahrsten Sinne des Wortes schon viel Erfahrung sammeln. Meine ersten pastoralen Gehversuche unternahm ich als Praktikant und alsbald als Diakon in der Pfarre Judenburg St. Nikolaus, bevor mich Bischof Johann Weber am 19. Juni 1988 im Grazer Dom zum Priester geweiht hat. Die traumhafte Landschaft des Ausseerlandes bildete die Kulisse für meine erste Kaplanstelle in Bad Aussee und Altaussee, und die väterlich-gütige Hand von Dechant Franz Gölles gab mir Rückhalt während dieser vier Jahre. Von Bad Aussee kommend durfte ich meine Fühler nach Voitsberg und anschließend in die Krankenhausseelsorge im LKH Graz ausstrecken. Dann war die Zeit reif, den Pfarrverband St. Peter-Freienstein und Vordernberg als Pfarrer zu leiten – sieben Jahre lang, bis mich unser Diözesanbischof Egon Kapellari überraschend ins Priesterseminar berief. Hier war es meine vorwiegende Aufgabe, Männer auf dem Weg zum Priesterberuf zu begleiten und für ihre menschlich-geistliche Reifung Mitsorge zu tragen. Obwohl mich die Tätigkeit als Spiritual (für das Grazer und für das Kärntner Priesterseminar) ausgefüllt hätte, bekam ich Zusatzaufgaben. So war ich ein Jahr lang Administrator für die Pfarre Graz Hl. Schutzengel, und zwei Jahre lang betreute ich die Pfarre Dobl von Graz aus als Provisor mit. Die Pensionierung des langjährigen Pfarrers Otto Pexa hatte schließlich zur Folge, dass ich wieder ganz in die Pfarrpastoral wechseln und den neu zu gründenden Pfarrverband Dobl und Lieboch übernehmen sollte. Mit erstem März 2012 hat sich – nach dem überraschenden Tod von Pfarrer Dr. Herbert Thomann – mein „Reich“ noch einmal ausgedehnt, und es umfasst nun auch die Pfarre Tobelbad.

Vermutlich interessiert es Sie, wo ich in meinem theologisch-kirchlichen Denken einzuordnen bin. – Das Schiff der „katholischen“ Kirche ist weit und breit und groß. Da haben viele Anschauungen platz; „rechte“ und „linke“, „gebildete“ und „einfache“, „männliche“ und „weibliche“, „junge“ und „alte“. Auch „bunte Vögel“ tummeln sich (hoffentlich!) in diesem Schiff. Kritisch wird die Lage, wenn sie einseitig wird und das Boot aus dem Gleichgewicht kommt. – Meiner Selbsteinschätzung nach bin ich ein Mann der Mitte. Die Kirche bedarf meines Erachtens sowohl progressiver (fortschreitender) wie konservativer (die Überlieferung bewahrender) Kräfte. Deshalb halte ich diesbezüglich auf- oder abwertende Etikettierungen nicht für sehr hilfreich.

Mit „Mann der Mitte“ meine ich noch mehr. Ich sehe die primäre Aufgabe des Priesters darin, dass er durch sein Wort und Lebensbeispiel auf die „Mitte“, auf Christus, verweist.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ich mit meinem Bruder Franz als Pastoralassistent, mit dem neuen Pfarrgemeinderat und mit vielen Mitwirkenden, durch Ihre Unterstützung im Gebet, nicht zuletzt mit Gottes Hilfe ein guter Pfarrer für Sie alle im Verbund mit den Pfarren Dobl und Lieboch sein werde!

Ihr Pfarrer Johann Karner, Pfarrblatt Juli 2012