Sonntag, 18.11., 8:30 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

 

Sonntag, 25.11., 8:30 Uhr

Christkönigssonntag, 

Jugendsonntag

Vorstellung der Firmkandi-datInnen

Gottesdienste der Woche vom 4. bis 11.11.2018
Verlautbarungen der Woche vom 04.11. bis
Adobe Acrobat Dokument 21.4 KB
Gottesdienste der Woche vom 11. bis 18.11.2018
Verlautbarungen der Woche vom 11.11. bis
Adobe Acrobat Dokument 19.9 KB

Auszüge und Abschriften aus den Pfarrblättern der

Pfarre Tobelbad

Pfarrblatt März 1995

Siehe auch Recherche Kleindenkmäler 2018

"Lex'n Bild" (Rosemarie und Josef Birnstingl) und

"Baumbild MARIA AM WEGE" (Friedrich Maritschnegg MAS)

 

 

 

Der Marienbildstock auf dem Kreuzkegel in Haselsdorf

Eigentlich im Zentrum von Haselsdorf, wenn man die Lage der ersten, ursprünglich acht Gehöfte (Spitalbauer, Natterbauer, Thoret, Doktorbauer, Fink, Fromibauer, Kobutz und Hofveitl), die die Siedlung Haselsdorf in deren Anfängen bildeten, betrachtet, befindet sich auf einem Kogel ein Bildstock. Vom Kogel wird behauptet, er berge ein aus der Pestzeit stammendes Massengrab; diese Annahme ist aber historisch nicht nachweisbar. Die gemauerte Andachtsstätte, die nach der Überlieferung zu Beginn unseres Jahrhunderts errichtet wurde, gehört zum Typus des Kapellenbildstockes. In die spitzbogig geöffnete und bis zum Boden heruntergezogene Nische, die mit einem Eisengitter verschlossen ist, hat man ein gemauertes Podest eingefügt, auf dem eine hölzerne Madonna von Lourdes steht. Das Urbild der Maria Lourdes, das in der Grotte der Erscheinungen im Wallfahrtsort steht, wurde nach den Angaben der Bernadette Soubirous, die am 11.2.1858 die erste von 18 Marienerscheinungen hatte, angefertigt. Maria sei als vornehme Dame mit weißem Kleid, blauem Mantel und Gürtel sowie mit weißem Schleier erschienen. In den gefalteten Händen habe sie einen Rosenkranz getragen und auf den Füßen zwei goldene Rosen. Auf die Frage Bernadettes, wer sie sei, habe sie zur Antwort gegeben: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“. Dieses Glaubensgeheimnis, dem auch unsere Pfarrkirche geweiht ist, war im Jahre 1854 von Papst Pius IX. zum Dogma, zu einem verbindlichen Glaubenssatz, erklärt worden.

Von der Nische mit der Marienstatue leitet ein sich auch um die Seitenteile ziehender Gesimsstreifen zum Dreieckgiebel, bzw. Satteldach über, das mit Kupferblech gedeckt ist und von einem Kreuz bekränzt wird.

Den Bildstock, der noch Station für die Segnung der Osterspeisen ist, und bei dem im Marienmonat an Sonntagen die Maiandacht gebetet wird, betreuen heute noch die sogenannten Richter. Die Dorfrichter waren während der Jahrhunderte als es noch keine politische Ortsgemeinde gab und die Bauern zu einem Grundherrn untertänig waren, von diesem Grundherrn eingesetzt und dessen Vertreter in Gemeindeangelegenheiten. Hauptaufgabe war die Regelung der gemeinsamen wirtschaftlichen Angelegenheiten des Dorfes, vor allem die Verwaltung der „Gmeindegründe“. Aber auch die Organisation von Dorfbräuchen und religiösen Diensten, wie eben die Sorge um die Erhaltung von der Gemeinde eigentümlichen Andachtsstätten gehörten zu seinen Pflichten. Die Bauern eines Dorfes, die den Richter zu stellen hatten, nannte man Richterbauern und damit meinte man die alteingesessenen Bauern, im Gegensatz zu den Keuschlern und Bergholden, die später durch Zugründung oder Neurodung zugezogen waren; sie waren den Richterbauern nicht gleichgestellt. In Haseldorf gehörten demnach nur die oben erwähnten Bauern aus „Groß-Haselsdorf“, wie man diesen alten Siedlungskern bezeichnete, zu den Richterbauern, was bis heute so geblieben ist. Das Amt des Dorfrichters hat aber vor allem nach der Errichtung der politischen Ortsgemeinden mit den Bürgermeistern an Bedeutung verloren, sodaß heute als Hauptaufgabe fast nur mehr religiöse Agenden übriggeblieben sind. Der Dorfrichter wechselte in einer bestimmten Reihenfolge Jahr für Jahr, und die Übergabe des Richteramts vom alten an den neuen Dorfrichter nannte mit „Richtersetzten“.

Dr. Erich Linhardt

Abschrift aus dem Pfarrblatt vom September 1994 inkl. nachstehender Zeichnung.

 

 

 

Siehe auch Recherche Kleindenkmäler 2018

"Bildstock Kreuzkogl", Agrargemeinschaft Haselsdorf 

 

 

 

Der Johannes-Nepomuk-Bildstock beim Friedhof

An der Haselsdorfstraße steht neben dem Eingang zum Friedhof ein sogenannter Kapellenbildstock, in dessen tiefer Rundbogennische sich eine Statue des hl. Johannes Nepomuk befindet. Über den Künstler, der diese hölzerne Skulptur geschaffen hat, wie auch über deren Alter, haben wir keine Nachrichten erhalten. Nur soviel weiß man, daß diese Statue bereits im vorigen Jahrhundert dort gestanden sein muß, da im Jahr 1830 bereits eine Restaurierung vorgesehen war. Damals schützte sie noch ein von einer Holzkonstruktion getragenes Dach.

Der hl. Johannes Nepomuk lebte im  14. Jhdt. (1350-1393) und war ab 1389 Generalvikar des Erzbischofs von Prag. Sein energisches Eintreten für die Rechte der Kirche erregten das Mißfallen des böhmischen Königs Wenzel II., der Johannes gefangennehmen und foltern ließ. Schließlich erlitt er den Martertod, indem er mit einem Mühlstein um den Hals in die Moldau geworfen wurde. Obwohl, wie erwähnt, politische Gründe für seine Ermordung verantwortlich waren, wird auch immer wieder die – wahrscheinlich legendäre – Begründung vermerkt, daß die Weigerung der Verletzung des Beichtgeheimnisses Ursache für seine Hinrichtung gewesen sei. Die Tatsache, daß die Zunge des 1729 heiliggesprochenen Priesters unverwest geblieben ist, verstärkte noch diese Auslegung; so wird er auch als Patron der Beichtväter verehrt. Auf unserer Darstellung hält Johannes den Zeigefinger der rechten Hand an den Mund, was eben ein Hinweis auf das Beichtgeheimnis ist. Der Kranz von fünf Sternen, der sein Haupt umgibt, erinnert daran, daß durch fünf über der Moldau schwebende Sterne die Stelle angegeben worden sei, wo man seinen Leichnam gefunden hat. Als Märtyrer weist ihn die Palme in seiner Linken aus.

Seit 1736 wurde Johannes Nepomuk auch als Nebenpatron der Diözese Graz-Seckau verehrt und war von 1893 bis 1966 plötzlich sogar Hauptpatron unseres Bistums. Seit 1967 gelten aber wieder Rupert und Virgil als Hauptpatrone und Nepomuk wird ab 1972 nicht mehr als Patron gefeiert.

Standplätze für Figuren des Heiligen sind vor allem Brücken und – wie auch bei uns – Wegkreuzungen.

Dr. Erich Linhardt

Abschrift aus dem Pfarrblatt vom September 1993 inkl. nachfolgendes Foto.

 

 

 

Siehe auch Recherche Kleindenkmäler 2018

"Bildstock mit Nepomuk-Statue" der Pfarre Tobelbad

Pfarrblatt Juni 1993

Siehe auch Recherche Kleindenkmäler 2018

"Jandl-Kapelle", Richard Kahr