Donnerstag, 20. Juni, 8:30

Beginn der Fronleichnams-prozession bei der Volks-schule, Hl. Messe in der Pfarrkirche

Gottesdienste der Woche vom 16. bis 23.6.2019
Verlautbarungen der Woche vom 16.06. bis
Adobe Acrobat Dokument 20.2 KB
Gottesdienste der Woche vom 23. bis 30.6.2019
Verlautbarungen der Woche vom 23.06. bis
Adobe Acrobat Dokument 113.4 KB

 

***********************************************

Kleindenkmäler im Gebiet der Pfarre Tobelbad
2 Baumbilder, 8 Bildstöcke, 1 Kaiser Franz Josef-Denkmal,1 Kriegerdenkmal, 3 Kapellen,

15 Kreuze, 1 Friedhofskreuz mit Madonnenstatue,

1 Marienstatue, 3 Marterln

 

Zeugen des Glaubens und der Erinnerung
Jedes Kleindenkmal ist Teil unserer Landschaft sowie Kultur und hat eine eigene Geschichte, es ist einmalig.

 

***********************************************

 

 

Erklärung zu verwendeten Begriffen unter Rücksichtnahme von Angaben

 

Baumbild: An einem Baum angebrachtes Bild oder eine kastenähnliche Vorrichtung mit Bild.

Bildstock: Fester Träger eines Bildes oder einer Statue, meist gemauert.

Kapelle: Die Bezeichnung kommt vom Lateinischen capella = Mantel, zum Hineingehen, wenigstens ein bis zwei Schritte.

Kreuz: Je nach Aufstellungsort – Hofkreuz, Waldkreuz, Wegkreuz etc.

Marterl: Meist kleines Erinnerungsmal für Verunglückte oder Tote, „Marter“ = Pein.

 

Die Reihung der Kleindenkmäler erfolgte alphabetisch nach Namen der Besitzerinnen und Besitzer.

Wanderwegeplan siehe nächste Seite.

 

Die Recherche von Gertrude Reiterer bei den BesitzerInnen dauerte vom 30. Jänner bis zum 30. Juni 2018. Zusätzliche Befragungen sind namentlich erwähnt. Erweiterungen sind jederzeit möglich.

 

Fotos: Berta Regier – Fotoreporterin der Pfarre Tobelbad, Ausnahmen wurden benannt. Die Fotos lassen sich per Mausklick vergrößern!

 

 

Bildstock Kreuzkogel

Der Bildstock Kreuzkogel gehört der Agrargemeinschaft Haselsdorf mit Franz Fruhwirth, Franz Krenn, Rosalia und Josef Lackner sowie Monika und Peter Schlegl. Er steht in der Hitzendorferstraße schräg gegenüber dem Feuerwehrgebäude (Hausnummer 175) in Haselsdorf.

Die Osterspeisensegnung und die Maiandachten an jedem Sonntag im Mai sind jetzt hier Brauch. Ebenso die "Lichter im Advent" am 1. Adventsonntag.

 

Früher war der Bildstock eine Station des Maschta-Betens der Haselsdorfer Bauern, ausgehend von der Tobelbader Kirche. Dieser Bittgang/Brauch reicht in die Zeit der Pest zurück und wurde (bis auf wenige Ausnahmen) eingestellt. Er hängt aber zugleich mit dem früher üblichen Dorfrichtertum zusammen.

 

Gertrude Krenn kann sich auch erinnern, dass vor circa siebzig Jahren bei diesem Bildstock an Bitttagen "um Regen" gebeten wurde ..... und danach hat es vierzehn Tage lang geregnet! In der Zeit vor Christi Himmelfahrt fanden damals noch Bittprozessionen statt.

 

Legende/Geschichte:

Der Kreuzkogel war möglicherweise früher einmal ein „Pestkogel“ mit einem „Pestkreuz“, welches als Dank von der Bevölkerung aufgestellt wurde, weil dem Dorf durch die Pest kein Schaden entstanden ist. Es war nämlich auch üblich, Pestkreuze zur Abwehr und zum Schutze zu setzen. Die Pest wütete in der Grazer Gegend im Jahr 1680.

 

Geschichtlich sicher ist, dass es im Jahre 1809 eine Belagerung und Kämpfe um Graz durch napoleonische Truppen gab. Dass der kleine Hügel, auf dem der Bildstock steht, ein Grabhügel ist und sich darunter Bestattungsplätze von französischen Soldaten befinden, ist wahrscheinlich nur eine Legende und durch keine Inschrift gesichert.

Hauskapelle in der AUVA Rehabilitationsklinik Tobelbad Dr. Georg-Neubauer-Straße 6

 

Diese Hauskapelle wurde beim Umbau 1989 neu errichtet.

Die künstlerische Gestaltung der Eingangstüre (Ikone) und des Altarbildes aus Bronzeguss vom akad. Bildhauer und Professor für Kunst Horst Aschermann (* 1932 in Ilmenau, † 2005 in Purkersdorf) im Jahr 1989 und der „Himmel über Tobelbad“ von Wolfgang Temmel - weststeirischer Künstler, * 1953 in Deutschlandsberg - aus dem Jahr 1993 sind besonders zu beachten.

 

Die Hauskapelle ist immer als Andachtsraum für die Patienten offen. An jedem Mittwoch wird hier eine Hl. Messe zelebriert.

Erhebung bei Verwaltungsleiter Werner Kahr.

 

**********

Am Grund der AUVA Rehabilitationsklinik Tobelbad, links neben dem Kriegerdenkmal in der Dr. Georg Neubauer Straße, steht ein „Kaiser Franz Josef-Denkmal“ - ein halbrunder und mit Efeu bewachsener Stein. Im Jahre 1909 hat es der damalige Besitzer der Kuranstalt, Gustav Robert Paalen, links vor der Doblbachbrücke in der Haselsdorfstraße aufstellen lassen. Beim Umbau der Rehaklinik im Jahre 1989 - Erinnerung von Hugo Regier - wurde das Denkmal an den heutigen Platz versetzt.

 

 

 

 

Lex’n Bild (ca. 1870)

 

Das Baumbild findet man am Waldrand in der Karl-Hohl-Straße schräg gegenüber der Einfahrt in den Vogelfarmweg. Es ist auf einem Pfahl festgemacht. Eigentümer sind Rosemarie und Josef Birnstingl, Karl-Hohl-Straße 46.

 

Das Bild ist von Pfarrer Dr. Herbert Thomann gesegnet.


Foto: Steierm. Berg- und Naturwacht, Lieboch

 

Matthias Schlegl vulgo Lex ist mit seinem nördlichen Grundnachbarn in Streit geraten und wurde im Raufhandel gewürgt. In seiner großen Not rief er die Gottesmutter um Hilfe an. Kurz darauf ließ der Gegner los – was ist passiert? Eine Person kam des Weges und er war gerettet. Als Dank hat er ein Marienbild ehemals an einem Baum befestigt.

Franz Heinrich Luttenberger

 

 

 

Es dürfte sich bei der Darstellung um einen Öldruck von Ende des 19. Jahrhunderts handeln. Ein Maler dieses Bildes ist nicht bekannt, jedoch folgt die Darstellung in sehr freier Weise dem Marienbildtypus der "Maria vom guten Rat". Maria ist dabei im Typus der Eleousa (Mitleidende, Erbarmerin) dargestellt. Die halbfigurige Maria wird dabei zärtlich vom Jesuskind umarmt.

Mag. Heimo Kaindl, Direktor und Diözesankonservator

DIÖZESANMUSEUM Graz

 

 

 

Bildstock Theiler-Kreuz

 

Der Bildstock steht im Freiland an der Packer Bundesstraße, ca. 100 Meter entfernt von der Ortsausfahrt Tobelbad Richtung Graz auf der linken Seite. Er wurde 1875 zum ersten Mal vom Gastwirt Theiler als Dank für seine Wiedergenesung nach einem Unfall mit einem Pferdefuhrwerk errichtet. Jahre später wurde er bei einem Autounfall zerstört. Seit der Neuerrichtung 1984 gehört er dem Eisschützenverein Tobelbad


1984 hat Karl Lechner, der damalige Obmann des Eis-schützenvereins Tobelbad, auf Rat eines Vereinsmitglieds be-schlossen, den Bildstock wieder aufzubauen. Allerdings wurde er in etwas anderer Bauweise als das Original errichtet, weil das Foto des Originalbildstockes erst später gefunden wurde. Die Großmutter eines Eisschützen hat die aufbewahrte Marienstatue renovieren und wieder in den Bildstock stellen lassen. Am 20. Mai 1984 wurde der Bildstock von Pfarrer Dr. Herbert Thomann gesegnet. 1985 wurde diese Marienstatue aus Gips gestohlen und 1987 durch eine aus Holz geschnitzte ersetzt.
Seither wurde der Bildstock dreimal durch Autos beschädigt bzw. großteils zerstört und jeweils von den fachkundigen Mitgliedern des Eis-schützenvereins wieder errichtet und instand gesetzt. Die entsprechende Gedenktafel aus Kupfer wurde im Mai 2000 angebracht.


Erhebung bei zwei ehemaligen Vereinsfunktionären des ESV Tobelbad und Auszug aus der Festschrift „50 Jahre ESV Tobelbad“ von 2009.

Die ersten beiden (beschrifteten) Fotos wurden von einem ehemaligen Vereinsfunktionär des ESV Tobelbad zur Verfügung gestellt.

Jetzige Obfrau des Eisschützenvereins Tobelbad ist Karin Stebegg.

 

 

Bildstock Erhart vlg. Krausjakl

 

Der Bildstock steht  in der Nähe des Hauses von Christine Erhart am Straßenrand in der Karl-Hohl-Straße 143.

Er wurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert gebaut. Der Auf-stellungsgrund ist nicht mehr bekannt, sehr wohl weisen aber die sich im Inneren befindlichen beiden Bilder auf eine "Herz-Jesu-Ver-ehrung" hin.

Der Bildstock wurde ca. 1980 von Josef Rzepka, dem Vater von Christine Erhart, mit einem neuen Kupferdach ausgestattet. 

Beim Bildstock findet immer die Osterspeisensegnung für die Bevölkerung der Umgebung statt.

Linkes Bild im Bildstock: Die Verehrung des „Heiligsten Herzens Jesu“ ist seit dem hohen Mittelalter eine Ausdrucksform der röm.-kath. Spiritualität. Mittelpunkt der Darstellung ist das mit einer Dornenkrone umwundene Herz. Das Hochfest wird am Freitag der dritten Woche nach Pfingsten gefeiert.

 

Rechtes Bild im Bildstock: "Auch deine Seele wird ein Schwert durch-dringen" – sagt Simeon zu Maria in Lucas 2,35.

  

 

Das Eggerkreuz

 

Das Wegkreuz steht jetzt (es wurde einige Meter versetzt) auf dem Grund von

Elfriede und Johann Fassolter in der Hitzendorferstraße 150.

 

Man sagt, dass vor vielen Jahrzehnten ein Unglück passiert ist. Zwei Fuhrwerker mit Pferden sind bei einem Kohlentransport aneinandergeraten. Die Wettfahrt hat nur einer überlebt.

Das Kreuz ist gesegnet.

Linkes Foto: Steierm. Berg- und Naturwacht, Lieboch

**********

Das Eggerkreuz

Der Zahn der Zeit nagt an den Bildstöcken und Kreuzen, die an den Straßen und Wegrändern unserer schönen Pfarre den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugen.

So war auch das Eggerkreuz in Haselsdorf schon in die Jahre gekommen. Im Rahmen des letzten Kastanienbratens der Katholischen Frauenbewegung wurde die Idee geboren, das Kreuz wieder zu alter Schönheit zu verhelfen.

Nach einigen Monaten in der Fremde bei einem Restaurator in Tirol konnte das Abbild unseres Herrn Jesus Christus wieder an seinem Platz angebracht werden.

Der 19. Mai 2012 war ein sonniger und fast schon heißer Samstagnachmittag. Die Katholische Frauenbewegung sowie der Freizeit- und Fremdenverkehrsverein Haselsdorf-Tobelbad luden zur Segnung des restaurierten Kreuzes.

In seinen einleitenden Worten erinnerte unser Pfarrgemeinderatsvorsitzender (Ing. Mag. Karl Planitzer*) an jene alten Zeiten, als die Menschen noch viel mehr zu Fuß unterwegs waren und den Herrgott grüßten, wann immer sie ihn auf ihren Wegen antrafen.

Im Anschluss leitete unser Mag. Rudolf Rappel, der beinahe gegenüber dem Eggerkreuz aufgewachsen ist und damit wertvolle Erinnerungen verbindet, die anwesenden Gäste durch die Andacht und Segnung.

Bei einem gemütlichen Beisammensein im Hof der Familie (Siegfried und Grete*) Fassolter klang der Nachmittag schließlich aus. Die Katholische Frauenbewegung und der Freizeit- und Fremdenverkehrsverein bedanken sich für die großzügigen Spenden, mit welchen die Restauration finanziert werden konnte.

Pfarrblatt Juli 2012, Markus Birnstingl

* nachträglich eingefügt

 

"Hl. Antonius" 

Der Bildstock neben der Rosen-Villa in der Tobelbaderstraße in Premstätten (aber im Pfarrgebiet von Tobelbad) wurde von Anton Geiser im Jahr 1979 selbst gebaut.

 

Mit 49 Jahren wurde Anton Geiser schwer krank. Er betete zu seinem Namenspatron und versprach, wenn er wieder gesund wird, dann baut er als "Dankeschön" einen Bildstock. Und so ist es geschehen!

 

Der Bildstock ist von Pfarrer Dr. Herbert Thomann gesegnet und eine traditionelle Gebetsstation bei der Fronleichnamsprozession.

Der heilige Antonius ist in der ganzen Welt auch als der Heilige bekannt, der "Verlorenes"  wieder-findet: die alltäglichen Dinge, aber auch den Glauben.

Fronleichnam 2018

 

 

 

 

 

"Hl. Johannes"

 

Der Bildstock am Beginn der Johannesstraße in Premstätten (aber im Pfarrgebiet von Tobelbad) wurde von Anton Geiser im Jahr 1995 selbst gebaut und ist von Pfarrer Dr. Herbert Thomann gesegnet.

 

Johannes Nepomuk war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII heiliggesprochen. Der Name „Johannes“ ist hebräisch und bedeutet „Der Herr ist gnädig“.

 

 

 

 

Kreuz Herunter

 

Das Kreuz steht am Grund von Franz Herunter sen. in der Karl-Hohl-Straße 183.

Seine Eltern (Franz und Ludmilla) haben die Landwirtschaft vom Dominikanerkonvent Graz am 27. April 1948 gekauft. Das Kreuz war bereits vorhanden und wurde 1986 komplett erneuert.

Für die Wallfahrer aus Gießenberg wurde das Kreuz früher von Angela Herunter immer zum 1. Mai mit einem Fichtenkranz und Papierrosen in rot und weiß geschmückt.

Das Kreuz ist gesegnet.

Linkes Foto: Steierm. Berg- und Naturwacht, Lieboch

**********

Möglicherweise wurde das Kreuz der Dominikaner und/oder die Haus-kapelle (beim Kauf der Familie Herunter nicht mehr vorhanden) als Wallfahrtsstation (Gebetsstation) ge-nutzt, üblich war damals das:

Maschtasingen am Oster-sonntagmorgen – Bußprozession zum Abwehren von Unheil und tödlichen Seuchen

Mit besonderen und sehr alten Gesängen und Gebeten wird die Gottesmutter um Hilfe gebeten. Dieser Brauch reicht in die Pestzeit des Mittelalters zurück und wird zurzeit in unserer Gegend nur mehr in Hitzendorf und Mooskirchen gepflegt. Ein „Gesang der Männer“ und ein „Gebet der Frauen“.

„Maschta“ kommt von „Marter“ und der weststeirische Dialekt macht das „r“ vor dem „t“ zu einem „sch“!

 

Das Bild zeigt das „Vortrag-Kreuz der Stögersdorfer“ im Jahr 2018 – Bildcredit: Marktgemeinde Mooskirchen, ebenso nachfolgender Text:

Die Vortragkreuze – vier für die Dorfschaften Fluttendorf, Stögersdorf, Groß-Söding und Klein-Söding – bleiben bis zum Festtag „Christi Himmelfahrt“ in der Pfarrkirche Mooskirchen und werden dann zurückgenommen. Sie werden von der Dorfschaft geschmückt.

**********

Im Diözesanarchiv Graz befinden sich über die Hauskapelle "unbefleckte Empfängnis auf der Besitzung  der Dominikaner in Haselsdorfberg" folgende zwei Schriftstücke aus dem Jahr 1933:

Abschrift der Schriftstücke (soweit möglich)

 

 

Z 67/33 Pfarramt Tobelbad, 21. VII 33

An das hochwürdigste Ordinariat Graz

Wie ich von Pfarrleuten erfahre halten die Patres Dominicaner in ihrer Kapelle in Haselsdorfberg vollständigen Gottesdienst (Messe und Ansprache) an Sonntagen.

Bitte dies abstellen zu lassen und dem gefertigten Pfarramt mitzuteilen, welche Befugnisse die Patres Dominicaner in ihrer Kapelle haben.

Pfarramt Tobelbad, Joh. Hagenhofer, Pfarrer

 

 

 

Zl. 5948, 12.8.1933

Haselsdorfberg, Gottesdienst,

d.Zl. 67.

Hochw. Pfarramt Dobelbad.

Auf die Anfrage vom 21.7.1933 wird Folgendes eröffnet:

Die PP. Dominikaner haben nach ihren Konstitutionen das Recht, in allen ihren Häusern Hauskapellen zu errichten. Diese Hauskapellen sind alle, soweit sie nicht innerhalb der Klausur liegen, oratoria publica. Infolgedessen muß auch Außenstehenden der Zutritt gewährt werden. Die Zustimmung zur Einrichtung einer Kapelle gibt nicht das Ordinariat, sondern das Provinzialat. Es ist nicht verboten, in diesen Kapellen auch an Sonn- u. Feiertagen Gottesdienst zu halten und es erfüllen die Teilnehmer an diesem Gottesdienst die Sonntagspflicht. Eine Einschränkung bezgl. der Besucher zu machen, steht dem Ordinariate nicht zu, sondern es könnte bloß beim Provinzialat diesbezüglich Vorstellungen erheben.

Es steht jedoch nicht dafür, weil in Haselsdorf nach den Mitteilungen des P. Prior am Sonntag nur deshalb Gottesdienst gehalten wurde, weil die Studenten sich dort aufhalten und kommenden Sonntag der letzte Gottesdienst ist.

Reingeschrieben 12. AUG. 1933

 

 

Jägerkreuz Josef Hofmeister

Ein Jägerkreuz soll in jedem Jagdrevier stehen, dies ist Brauch.

 

"Das Jagakreuz soll als Ort der Besinnung weiter erhalten bleiben, um den Jägern bei einem Pirschgang aber auch anderen verantwortungsbewußten Naturnützern für ein paar ruhige Minuten zu dienen.

Weidmannsheil

Josef Hofmeister"

 

Das im Jahr 2014 neu aufgestellte Jägerkreuz steht im Wald von Josef Hofmeister (von der Karl-Hohl-Straße 183 kommend, etwa 100 m Richtung Tobelbad, links in den Hohlweg bis zum Langersbach, danach 100 m links).

 

Gedenkkreuz für den verunglückten Valentin Hofmeister

 

Das Kreuz steht in der Kapellenstraße auf etwa halber sichtbarer Höhe Richtung "Am Pfalzberg" auf der linken Seite am Straßenrand.

"Hier verunglückte Valentin Hofmeister am 9. 5. 1968."

Das Gedenkkreuz soll an den Tod von Valentin Hofmeister erinnern. Er verunglückte an dieser Stelle mit seinem Traktor tödlich. Damals war dort noch ein tiefer und steiler Hohlweg.

Sein Sohn, Josef Hofmeister, zimmerte das Gedenkkreuz persönlich und stellte es an der Unfallstelle vor 20 Jahren auf.

 

Foto vom vorherigen Kreuz: Steierm. Berg- und Naturwacht, Lieboch

 

 

 

 

Gigler Kreuz     

  

Das Kreuz steht am Waldrand in der Nähe des Hauses von Mag. Gertrude Kaan-Lammel in der Karl-Hohl-Straße 25.

 

Nach Maria Gigler (1920-1936) ging der Besitz an die Familie Dr. Richard Kaan.

 

Wahrscheinlich war dieses Kreuz ein „Absetzkreuz“. Die Begräbnis-züge hielten früher bei solchen Orten an, um den Sarg „abzusetzen“, bis ein Priester samt Ministranten kam und eine Einsegnung vornahm.

 

 

 

Die Großmutter von Franz Heinrich Luttenberger, Maria Schwar geb. Schlegl (* 1885, † 1959), hat von ihrer Mutter, Maria Schlegl geb. Schalk, erfahren, dass das Kreuz früher in der heutigen Einfahrt zum Haus bei den zwei Linden stand. An dieser Stelle haben der Tobelbader Pfarrer und die Ministranten die Leichenzüge erwartet, weil damals noch die Haus-aufbahrung üblich war und das Begräbnis zuerst stattfand. Der Sarg wurde von dort auf einem Waldweg zum Friedhof gebracht und danach war erst das Requiem. Durch den Hausbau der Familie Gigler wurde das Kreuz an den heutigen Platz versetzt. 

 

 

 

Maria in der Steinnische

 

Errichtet wurde das Marienmarterl im Jahr 2012 durch Dietlind und Siegfried Kager, Bachbauernweg 21, auf ihrem Grundstück zwischen Haus und Lusenbach. Es soll ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit für die vergangenen Jahre und das Glück, welches bisher im Leben erfahren werden durfte, sein. Auch soll es für Vorbeigehende als Anstoß zur Meditation dienen.

Das Werk wurde bei Zoltan Cseh, einem Steinmetzmeister in St. Niklas am Neusiedlersee-Fertöszentmiklos (Ungarn) erworben und soll vor etwa 100-150 Jahren vom dortigen regionalen Künstler Mekle (Merkle, Merckle) stammen. Das Material ist Sandstein, genau Leithakalk.

Das Marienmarterl ist gesegnet.

 

 

Bildstock Almoar

 

Der Bildstock steht vor dem Haus von Josefine und Josef  Kager am Almtorweg 11.

 

In etwa 1905 hat Josefine Lackner  (Mutter von acht Kindern - fünf starben im Klein-kindalter, drei haben überlebt), die Großmutter von Antonia Pachatz, nach der Genesung von einer Krankheit den ersten Bildstock aus Dankbarkeit aufstellen lassen. Eine Statue des von ihr sehr verehrten Hl. Antonius, der auch als Schutzheiliger der Frauen und Kinder gilt, sowie eine Muttergottesstatue wurden in den Bildstock gestellt. Johann Pachatz, der Vater von Josefine Kager, hat ungefähr im Jahre 1970 diesen Bildstock komplett renoviert.

Jandlkapelle "Maria Hilf" am Pfalzberg, Kapellenstr. 30

Besitzer: Richard Kahr

 

Siehe auch die zusätzlichen Unterseiten:

Jandlkapelle 2019 mit Einweihung und Renovierung.

Nach der Renovierung und Kapellenweihe durch

Pfarrer Mag. Johann Karner am 1. Mai 2019 

 

Christoph Kahr, Renate Kahr, Regina Fürndrat, Franz Kahr, Markus Kahr, Richard Kahr (Kapellenbesitzer) - von links nach rechts; Elfriede Kahr - vorne

Fotos: Richard Kahr

Einweihung der renovierten Jandlkapelle „Maria Hilf“

Erstmals erbaut hat die Kapelle im Jahr 1839 Matthias Jandl. In der Urkunde vom 17. März 1840, die im Diözesanmuseum Graz aufliegt, steht folgendes:

„In schuldigster Dankbarkeit für die von Gott erhaltene Wohlthat, daß er durch seinen Segen aus einer unwirthbaren und wüsten Gegend einen freundlichen und mit Häusern besetzten Ort, wo schon alle Gattungen Feld- und Baumfrüchte gedeihen, entstehen ließ, haben die Besitzer der Antheile an den vormahls aerarischen Doblforste in dieser Gegend eine Kapelle bauen lassen, und in solcher das Bild unserer lieben Frau und Mutter Gottes Maria Hilf zur Verehrung aufgestellt.“

Nach einem totalen Einsturz wurde die Kapelle im Jahre 1870 in der heutigen Form neu errichtet. 1951 wurde die Kapelle durch die Großeltern des jetzigen Besitzers, Anton und Frieda Tescher, erstmals saniert. 1979 folgte eine weitere grundlegende Renovierung der Kapelle durch das damalige Kapellenbaukomitee der Pfarre Tobelbad. Weitere Details sind der Chronik auf unserer Website unter den Kleindenkmälern zu entnehmen.

Nun hat der Zahn der Zeit an der Jandlkapelle wiederum seine Spuren hinterlassen. Die Mauern waren trocken zu legen sowie Dach und Fenster auszubessern. Außen- und Innenfassaden bedurften ebenso einer Auffrischung wie auch die im Altarbereich angebrachten Statuen. Darüber hinaus sollte Strom in die Kapelle gelegt und die Außenanlage erneuert werden. Mit den Renovierungsarbeiten wurde im Frühjahr 2017 begonnen (wir berichteten).

Die diesmalige Renovierung erfolgte in erster Linie durch den jetzigen Besitzer Richard Kahr unter Mithilfe seiner Familie und einiger Fremdfirmen. Die Kosten von bislang rund € 40 Tsd. wurden zu 75 % von der Familie getragen.

Damit an dieser schönen Stätte auch künftig die Segnung der Osterspeisen für den Pfalzberg und Umgebung sowie Mai-Andachten stattfinden können bzw. am 1. Mai und am 26. Oktober hier eine Hl. Messe gelesen wird, schließt sich die Pfarre Tobelbad dem Spendenaufruf der Familie Kahr an. Wir bitten um Ihren Beitrag zum Erhalt dieses mit der Pfarre Tobelbad eng verbundenen Sakralbaues. Spenden leisten Sie bitte auf das Konto der Pfarre Tobelbad:

IBAN: AT05 3821 0000 0200 0123 mit dem Verwendungszweck „Renovierung Jandlkapelle“. Als Anlage zu diesem Pfarrblatt finden Sie auch eine diesem Zwecke gewidmete Zahlungsanweisung. Wir bedanken uns im Voraus.

Nach Beendigung der nunmehr fast zweijährigen Renovierungsarbeiten an der Jandlkapelle auf dem Pfalzberg wird diese am 1. Mai 2019 um 10:30 Uhr von Pfarrer Johann Karner wieder eingeweiht. Hierzu wird seitens des Eigentümers Richard Kahr und der Pfarre Tobelbad herzlich eingeladen. Für die musikalische Untermalung sorgt die Jugend-Bläsergruppe und im Anschluss wird zur Agape geladen.

Markus Birnstingl, Pfarrblatt März 2019

**********

Jandlkapelle am Pfalzberg  "Maria Hilf"

Die Jandlkapelle am Pfalzberg wurde im Jahre 1839 erbaut; Matthias Jandl, der damalige Besitzer des nach ihm benannten Anwesens erklärte im Jahre 1841, dass er seine neu erbaute Kapelle „Maria Hilf“ stets anständig erhalten werde. 1870 wurde die Kapelle in der heutigen Form neu erbaut. 1951 erfolgte eine große Renovierung durch Anton und Frieda Tescher, den Großeltern des jetzigen Besitzers Richard Kahr. 1979 wurde die Kapelle abermals hergerichtet.

Der Zahn der Zeit hat an der Jandlkapelle jedoch seine Spuren hinterlassen. Nunmehr sind die Mauern trocken zu legen sowie Dach und Fenster auszubessern. Außen- und Innenfassaden bedürfen ebenso einer Auffrischung wie auch die im Altarbereich angebrachten Statuen.

Durch die Eigenleistung zahlreicher freiwilliger Helfer können die Kosten für die Renovierung zwar im Rahmen gehalten werden, diese übersteigen dennoch die finanziellen Möglichkeiten der Familie Kahr. Richard Kahr bittet daher um Hilfe zum Erhalt der Jandlkapelle für die Nachwelt und hat ein Spendenkonto eingerichtet.

Die Pfarre Tobelbad schließt sich dem Spendenaufruf an und bittet um Ihren Beitrag zum Erhalt dieses Sakralbaues, der eng mit der Pfarre Tobelbad verbunden ist. Nach wie vor finden hier die Segnung der Osterspeisen für den Pfalzberg sowie Mai-Andachten statt. Am 1. Mai und am 26. Oktober wird hier eine Hl. Messe gelesen.

Pfarrblatt Tobelbad Juli 2017 (etwas gekürzt), Mag. Markus Birnstingl MBA        

                          Foto: Steiermärkische Berg-u. Naturwacht, Lieboch

**********

 

Abschrift der FESTANSPRACHE des Hr. Obstl. Adolf NOGRASEK anläßlich der JANDL-KAPELLENWEIHE am 2. Dezember 1979 bei warmem, trockenem Wetter.

 

Hochwürdiger Herr Pfarrer Mons. Dr. THOMANN!

Verehrter Herr BR Präs. NIGL!

Sehr geehrter Herr BGM. FASSOLTER!

Sehr geehrte Frau Schulrat HÖLLER!

Sehr geehrter Herr Primarius Dr. STIPICIC!

Lieber Vors. d. Pfarr GR Josef KORMANN!

Liebe Gemeinderäte, Pfarrgemeinderäte, Obmänner der Vereine, Mitglieder d. Kirchenchores und Pfarrbewohner unserer Pfarre Tobelbad!

Liebe Besitzersleute Familie TESCHER!

Als Sekretär des Kapellenbaukomitees der Pfarre Tobelbad ist es mir eine besondere Ehre, Sie im Namen dieses Komitees willkommen zu heißen und begrüßen zu dürfen. Gestatten Sie mir, daß ich in meiner Funktion einen kurzen Bericht über die Arbeit unseres Komitees, die Renovierung der JANDLKAPELLE und über unsere weiteren Aktivitäten abgebe.

Als wir im Mai 1977 unter der Leitung unseres ehrwürdigen, verstorbenen Hr. Pfarrers Mons. POZAR zur Kapellenbaukomiteegründung zusammentrafen, haben wir füs Erste drei Aktivitäten beschlossen,

die JANDLKAPELLE zu renovieren,

in HASELSDORF eine neue Kapelle zu bauen, und

anstelle des aus unserer Pfarre hinaus verkauften JOHANNES-STANDBILDES einen Ersatz in Form eines JOHANNESBILDSTOCKES zu errichten.

Leider hat der jähe, unerwartete Tod unseres Pfarrers POZAR den Arbeitsfluß zurückgedrängt, so daß wir erst jetzt im Sinne unseres verstorbenen Herrn Pfarrers und mit Hilfe und vollster Unterstützung unseres neuen Pfarrherrn, Mons. Dr. THOMANN und der uneigennützigen Mithilfe lieber Freunde dieses Werk beginnen und vollenden konnten.

Die JANDLKAPELLE wurde im Jahre 1839 erbaut, nach einem totalen Einstürzen 1874 wieder errichtet, 1951 von den Besitzersleuten Anton und Frieda TESCHER den damaligen Umständen entsprechend renoviert und jetzt von Mitte September bis Ende November total saniert und renoviert. Sie befindet sich im Besitz der Fam. TESCHER. Bei dieser Gelegenheit möchte ich gleich festhalten, daß so eine Arbeit mit geschätzten Kosten von ca. S 220.000,-- nicht einem Einzelnen angelastet werden kann, sondern nur als Gemeinschaftswerk zu vollbringen ist.

Es wurden im Zuge der Renovierung fast 1000 Arbeitsstunden von Firmen und freiwilligen Helfern geleistet. Ich darf für diese Arbeiten und für die unentgeltlichen Leistungen meinen lieben Freunden

Emmerich FLORIAN für die Tischlerarbeiten,

Ing. Johann GIESSAUF für die Gerüstbeistellung,

Eduard HAHN für die Neugestaltung des Gittertores,

Alois HIRT für die Malerarbeiten,

Adolf KAUFMANN für das Kapellenkreuz,

Erich NOGRASEK für die Bodenfliesenarbeiten,

Karl POHANKA für die Kupferspenglerarbeiten,

Heinrich STROMMER für die Dachstuhlholzbeistellung,

Anton TEMMEL, vertreten durch Hr. BERGHOLS, für die Dachdecker-arbeiten aufrichtig und herzlichst danken.

Ebenso gilt der besondere Dank meinen freiwilligen Helfern und Freunden aus unserer Pfarre:

an der Spitze Josef STERING (mit über 150 Stunden)

Lorenz FERK

Rudolf FREISINGER

Franz WEICHER

Franz TÖSCHER

Bgm. Siegfried FASSOLTER

Johann SCHLEGL

Franz KAINZ

Ladislaus RZEPKA

Günther WEICHER

Johann POSCH

Max FOSCHT

Rudolf RAPPEL

Johann POSSERT

Karl RZEPKA

Dipl.Ing. Edgar RIBITSCH und

Renate NOGRASEK.

Dank möchte ich auch den Essen- und Getränkespendern sagen und folgende Namen anführen:

Fam. Anton TESCHER, die uns ständig warm versorgte,

Fam. HAHN

Fam. KLUG

Fam. KRONAWETTER

Fam. Felix FASSOLTER

Fam. KAINZ

Fam. WEICHER

Frau HOFMEISTER

Frau NOGRASEK.

Jedoch fielen auch Leistungen an, die bezahlt werden mußten. Diese finanziellen Mittel stellte uns die Stmk. Landesregierung zur Verfügung. Ich darf daher im Namen des Hr. Pfarrers Dr. THOMANN und in meinem Namen den Herrn Bundesrat Präs. NIGL bitten, unseren aufrichtigen Dank und Anerkennung an Herrn LR Prof. Kurt JUNGWIRTH zu übermitteln.

Zum Schluß möchte ich noch unserer Landjugend, vertreten durch ihren Obmann Gottfried STOIFMANN, den allerbesten Dank für die Starthilfe sagen, sie waren es, die unter ihrem szt. Obmann Karl RZEPKA und der tatkräftigen Unterstützung ihres Beraters Johann POSSERT S 5.000,-- gespendet haben. Somit haben es uns unsere jungen Freunde überhaupt erst ermöglicht, das Werk zu beginnen.

All diesen Dankesworten schließt sich die Fam. TESCHER an.

Sollten sich Leute fragen, warum wir die Kapelle so renoviert haben oder warum wir erst in diesen späten Herbsttagen zur Weihe der Kapelle schreiten, so möchte ich schlicht und einfach sagen: Zum Ersten, wir haben sie so wie sie war wieder entstehen lassen und zum Zweiten, wir haben auf die völlige Genesung des im Frühsommer verunglückten Lorenz FERK gewartet, denn wir wußten, daß er vom Anfang an mit Herz und Seele für diese Aktivitäten eintrat, ich danke ihm nochmals dafür.

Abschließend sei noch festgehalten, daß wir jetzt nach dieser vollbrachten Arbeit an unser nächstes Werk, der Errichtung einer neuen Kapelle in HASELSDORF schreiten wollen und unseren lieben Herrgott bitten, daß er uns hiezu die Gesundheit, Kraft und Ausdauer schenken möge. Nochmals allen ein herzliches Vergeltsgott für die uneigennützige Leistung in einer Zeit, wo scheinbar oft nur mehr Materialismus, Neid und Eigennutz Vorrang genießen.

Ich darf nun unseren Herrn Pfarrer bitten, die Kapelle zu segnen und die Heilige Messe mit und für uns zu feiern. Hochwürdiger Herr Pfarrer, wir danken dir.

 

 

**********

Rechtes Bild: Trauungs-Schein Anton Lakner mit Maria Schwabel vom 13.1.1902 (geschieden)

 

Abschrift linkes Bild/Erbauer des Hauses Jandl ist:

Mathias Jandl verheiratet mit Maria Kormann

Witwe Maria Jandl heiratete Franz La(c)kner, daraus 3 Kinder:

Franz, (Anton geb. 15.6.1847), Anna

Anton hat einen Sohn mit Aloisia Tescher vlg. Sauri

dieser war Anton Leo Tescher geb. 1879

 

Anton Leo Tescher heiratet am 12.1.1920 Konstantia geb. Labugger

(* 1896), daraus zwei Kinder:

Anton Tescher (heiratet 1948 Frieda Bauer) und Konstantia (heiratet 1948 Rudolf Freisinger)

Kinder: Elfriede, Maria Magdalena, Gisela und Anton

Elfriede Tescher heiratet am 27.4.1968 Franz Kahr, daraus drei Kinder:

Franz, Renate und Richard (jetziger Besitzer der Jandlkapelle)

 

 

 

 

 

Konstantia Labugger (verehel. Töscher) Fahnenträgerin der Jungfrauenfahne in Straßgang 1916

(Konstantia Labugger geb. Baumgartner war ihre Mutter - siehe Foto unten)

 

Es wurde eine Namensänderung von

Töscher auf Tescher in späteren Jahren durchgeführt.

 

Erhebung bei Elfriede Kahr geb. Tescher, Premstätten.

 

 

 

 

 

**********

Aus dem Diözesanarchiv Graz:

 

 

Abschrift

Hochwürdiges Decanat!
In schuldigster Dankbarkeit für die von Gott erhaltene Wohlthat, daß er durch seinen Segen aus einer unwirthbaren und wüsten Gegend einen freundlichen und mit Häusern besetzten Ort, wo schon alle Gattungen Feld- und Baumfrüchte gedeihen, entstehen ließ, haben die Besitzer der Antheile an den vormahls aerarischen Doblforste in dieser Gegend eine Kapelle bauen lassen, und in solcher das Bild unserer lieben Frau und Mutter Gottes Maria Hilf zur Verehrung aufgestellt.
Diese Kapelle wurde auch auf unser Ansuchen im Herbste vorigen Jahres von Sr. Hochwürden Herrn Dechant geweiht, und nun geht der Wunsch dieser Gemeinde auch dahin, daß in solcher Kapelle auch zu Zeiten eine hl. Messe gelesen werden dürfte, besonders am Maria Schnee Tage und zur Zeit der Hauptfechsung am St. Ulrichs-Tage.
Es geht daher die Bitte der Gefertigten dahin:
Euer hochwürdiges Decanat geruhe die Einleitung zu treffen, daß von dem hochwürdigsten Ordinariate die gnädigste Bewilligung ertheilt werden wolle, daß an den vorbesagten Tagen sowohl als auch zu manchen anderen Zeiten in erwähnter Kapelle eine hl. Messe gelesen werden dürfte.
Gegend Pfalzgrabenberg in der Localie Doblbaad im Bezirke Söding am 17. März 840.
Mathias Jandl als der ErBauer der Kabln.
Frantz Peßl
Johan Hartner
Joseph Köggl, korrigiert auf Köpl
Franz Kögl, korrigiert auf Köpl
Alois Freystättner, korrigiert auf Freystätter, Besitzer eines Kaiserwald Antheiles
Leonhard Mayer
J.B. Pungl, Besitzer eines Kaiserwald Antheiles.

 

 

Bauernregel (5. August): „Regen an Maria Schnee tut den Kornähren viel weh“

Bauernregel (4. Juli): „Regen am Sankt-Ulrich-Tag macht die Birnen stichig mad“

**********

**********

Die Glocke der Jandlkapelle

 

 

Im Herbst des Jahres 1987 beschloss nach einem Sonntagsgottesdienst eine „KirchgängerInnenrunde mit zwei Priestern - Dr. Herbert Thomann und Dr. Erich Linhardt“ im Gasthaus Grabner (Lechner) beim Suppenessen, eine neue Glocke für die Jandlkapelle gießen zu lassen. Die alte Glocke musste ja während des 2. Weltkrieges als „Metallspende“ abgegeben werden und wurde eingeschmolzen.

Klementine Pauly erklärte sich spontan bereit, diese Glocke zu spenden.  

 

Am Montag, dem 22. Feber 1988, verstarb Klementine Pauly um 8 Uhr morgens im 78. Lebensjahr, die Glocke wurde zu Mittag des gleichen Tages geliefert!

Die Segnung der Glocke führte Pfarrer Dr. Herbert Thomann am darauffolgenden Sonntag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am Pfalzberg durch. Die Bezahlung der Glocke erfolgte somit aus dem Nachlass durch die Tochter Renate Geider.

Erhebung bei Renate Geider, am Pfalzberg, ebenso die Fotos.

**********

Dreifachkreuz der Jandlkapelle

 

1979 spendeten Adolf Kaufmann und Ernst Wolf das jetzige Kreuz der Jandlkapelle. Der Auftrag wurde vom Wagen- und Hufschmied Sunko aus Bierbaum ausgeführt. Erhebung bei Ernst Wolf.

 

Die auf der Jandlkapelle angebrachte Bekrönung ist ein sogenanntes Dreifachkreuz, das im 19. Jahrhundert als Schmuckform sehr beliebt gewesen ist. Der Kreuztypus findet sich aber auch bereits im späten 18. Jahrhundert an Volksfrömmigkeitsgegenständen.

Die drei Kreuzbalken sind mit dem orthodoxen Kreuz verwandt. Der oberste Balken symbolisiert den sogenannten "Titulus", jenes Schild, das über dem Gekreuzigten mit seinem Namen und der Schuldangabe angebracht gewesen ist. Der mittlere lange Balken ist jener Holzbalken, auf dem die Arme von Jesus Christus befestigt gewesen sind. Der untere Balken steht für das Brettchen, auf dem die Füße festgenagelt gewesen sind.

Beim orthodoxen Kreuz ist dieser Balken schräg gestellt. In der Schmuckform des Dreifachkreuzes wird er gerade gestellt und zumeist gleich lang gezeigt wie der Titulus.

Das Kreuz sollte nicht mit dem Papstkreuz verwechselt werden, das einen kurzen, einen mittleren und einen langen Querbalken besitzt. Diese drei Kreuzarme symbolisieren die drei päpstlichen Gewalten: die Priester-, Hirten-, und Lehrgewalt.

Mag. Heimo Kaindl, Direktor und Diözesankonservator DIÖZESANMUSEUM Graz

 

 

Die Jandlkapelle während der Renovierung im Juli 2018 und das Dreifachkreuz. Fotos von Richard Kahr.

 

HANS FREISINGER (KREUZWIRT) GEDENKKREUZ

GESTORBEN HIER DEN 20.9.1979 AM PIRSCHGANG

RIP

Das Gedenkkreuz steht im Wald von Anton List aus Windorf im "Revierteil Grabenannerl-Wiesn"  (nach Überquerung des Langersbaches rechts nach 300 Metern - siehe auch Standort Jägerkreuz Josef Hofmeister). Das von der Jagdgesellschaft Haselsdorf-Tobelbad ehemals an der Todesstelle als Andenken errichtete Kreuz wurde, da es bereits total verwittert war, von Josef Hofmeister neu gezimmert und 2010 ersetzt.

Hans Freisinger wurde von einem Jagdkollegen tot aufgefunden.

Erhebung mit Josef Hofmeister

Anton List Waldkreuz

 

Mitten im Wald von Anton List aus Windorf steht am Mitterweg (von der Jandlkapelle aus Richtung Tobelbad ca. 1 km) das von Josef Hofmeister im Jahre 2016 erneuerte/neu gezimmerte Waldkreuz.

Erhebung mit Josef Hofmeister