Donnerstag, 20. Dezember,

18:00 Pfarrkirche

Heilungsgebet

Montag, 24. Dezember,

Heiliger Abend

16:00 Kindermette-Krippen-              spiel

22:30 Christmette - Wort-                  Gottes-Feier mit                      Kommunionspendung

Dienstag, 25. Dezember,

Christtag

08:30 Hl. Messe

 

Mittwoch, 26. Dezember,

Hl. Stephanus

08:30 Hl. Messe

Montag, 31. Dezember,

Silvester

kein Gottesdienst in Tobelbad

 

18:00 Pfarrkirche Lieboch

Gottesdienste der Woche vom 9. bis 16.12.2018
Verlautbarungen der Woche vom 09.12. bis
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Gottesdienste der Woche vom 16. bis 23.12.2018
Verlautbarungen der Woche vom 16.12. bis
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Wort-Gottes-Feier am 18. August 2018 in der Kirche in Tobelbad mit Mag. Franz Karner

Fotos: Berta Regier

 

Wort-Gottes-Feier

 

In Pfarren, in denen es nicht jeden Sonntag eine Eucharistiefeier geben kann, ist es besonders wichtig, dass die Gemeinde vor Ort zusammenkommt, um den Sonntag zu heiligen. Die „Wort-Gottes-Feier“ ist eine eigenständige und vollwertige Liturgie, da Gott auch in seinem Wort gegenwärtig ist und diese Gegenwart Jesu in seinem Wort im Mittelpunkt steht. Damit bei Wort-Gottes-Feiern nicht nur gesprochen und gesungen wird, sind die Zeichenhandlungen von großer Bedeutung.

 

 

"Nur" eine Wort-Gottes-Feier?

In vielen Pfarren gibt es sie schon länger, auch bei uns war sie schon in der Sonntagsliturgie präsent: die Wort-Gottes-Feier.

Für einige ist diese Feier ein Grund, anderswo eine Eucharistiefeier zu besuchen, weil das "ja keine richtige Messe" ist und weil es in der Wort-Gottes-Feier keine Kommunion gibt.

Die Kirche hat aber in der Tradition sowohl die Heilige Schrift wie auch den Herrenleib verehrt und ChristInnen glauben, dass Christus auch im Wort gegenwärtig ist, dass er selbst spricht, wenn in der Kirche die Heilige Schrift vorgelesen wird.

Weil in unserem Pfarrverband nur mehr ein Priester tätig ist, sind auch wir gefordert, die Bedeutung des Wortes Gottes zu entdecken und es gemeinsam zu feiern.

Im Verordnungsblatt der Diözese erfahren wir, dass es gerade in einer Pfarrkirche, in der es nicht an jedem Sonntag eine Eucharistiefeier geben kann, besonders wichtig ist, dass die Gemeinde  v o r  O r t  zusammenkommt, um den Sonntag zu heiligen. Die Wort-Gottes-Feier ist eine eigenständige und vollwertige Liturgie, da Gott auch in  s e i n e m  W o r t  gegenwärtig ist und diese Gegenwart Jesu in seinem Wort im Mittelpunkt steht.

Der untrennbare Zusammenhang von Gabenbereitung, eucharistischem Hochgebet und Kommunion legt es nahe, die Wort-Gottes-Feier ohne Kommunionspendung zu feiern. Die Kommunion soll nur unter bestimmten Umständen außerhalb der Hl. Messe gespendet werden, wie als Krankenkommunion in Krankenhäusern und Pflegeheimen oder als Wegzehrung am Ende des Lebens.

Zur Leitung einer Wort-Gottes-Feier sind von Amts wegen Beauftragte (PastoralassistentInnen, Diakone ...) oder nach einem abgeschlossenen diözesanen Ausbildungskurs vom Bischof mit einer Urkunde Beauftragte berechtigt. In unserer Pfarre sind das:

Franz Karner, Pastoralassistent und

Susanne Linhardt, geschäftsführende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates

Susanne Linhardt, Pfarrblatt Oktober 2017 

Neue WORTGOTTESDIENSTLEITERINNEN

 

Seit Jahren nehmen in unserem Pfarrverband WortgottesdienstleiterInnen verdienstvoll Aufgaben wahr: Andachten, Speisensegnungen, Wachtgebete, Gräbersegnungen und vieles andere sind zum Teil schon selbstverständlich geworden.

Nun sind mit Franz Habith (Dobl), Mag. Maria Possert und Dr. Anton Schrettle (Lieboch) sowie Dir. Susanne Linhardt (Tobelbad) seit Herbst 2015 nach Absolvierung eines Wortgottesdienstleiterkurses weitere Pfarrmitglieder von unserem Diözesanbischof Dr. Wilhelm Krautwaschl per Dekret autorisiert worden, in unserem Pfarrverband Wortgottesdienste zu leiten. Die genannten Personen sind zuvor vom jeweiligen Pfarrgemeinderat um ihre Bereitschaft zu diesem Dienst gefragt worden und haben erfreulicherweise zugestimmt.

Den Hintergrund für diese Beauftragung bildet die Tatsache, dass in unserem Pfarrverband mit hoher Wahrscheinlichkeit die Situation eintreten wird, dass nur ein Priester für die Gottesdienste zur Verfügung steht. Wir wissen derzeit nicht, wann dieser Zeitpunkt kommt. Wir wollen aber auch nicht warten, bis es so weit ist, denn dann kann man nicht im Handumdrehen Wortgottesdienstleiter aus dem Hut zaubern. Und in diesem Fall sollten Wortgottesdienste auch nicht in den Geruch der Ersatzhandlung kommen, sondern als vollwertige Gottesdienste bereits bekannt und anerkannt sein.

Ich bin jedenfalls froh, dass die genannten Personen – mit den schon vorhandenen Wortgottesdienstleitern – für diesen Dienst vorbereitet sind, damit im Falle des Falles an Sonn- und Feiertagen in jeder Pfarrkirche ein Gottesdienst gefeiert werden kann, mitunter eben auch ein Wortgottesdienst.

Die WortgottesdienstleiterInnen sollen daher fallweise schon in den nächsten Monaten zum Einsatz kommen, wann genau, wird rechtzeitig angekündigt werden.

Wenngleich die Feier der Eucharistie „Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche" ist, darf der Wert der Wortgottesdienstfeier nicht unterschätzt werden. Der Franziskanerbischof Dom Leonardo Ulrich Steiner aus Brasilien hat bei einer Pfarrerwoche erzählt, dass in vielen seiner Pfarren nur ein- bis zweimal im Jahr ein Priester zur Eucharistiefeier kommen kann. Und er fügte hinzu, dass jene Pfarren lebendig bleiben und den Herausforderungen Stand halten (z.B. dem aggressiven Werben evangelikaler Freikirchen), die gelernt haben, selbständig (ohne Priester) mit dem Wort Gottes umzugehen, d.h. miteinander auf Gottes Wort zu hören, sich darüber auszutauschen und es ins praktische Leben umzusetzen.

Bischof Wilhelm Krautwaschl schreibt in der Beauftragung der WGD-Leiter: „In jeder Liturgie geht es zuerst und zutiefst um ein Begegnungsgeschehen: Wo immer sich Christen zum gemeinsamen Gebet und zur Feier des Wortes Gottes versammeln, ereignet sich wahrhaft die erlösende Begegnung mit dem auferstandenen Herrn, weil Christus selbst in seinem Wort gegenwärtig ist und zu uns spricht, wenn aus der Heiligen Schrift vorgelesen wird. Die ganze Gemeinde ist aufgrund der Taufgnade Trägerin der Liturgie.“

In diesem Sinne hoffe ich, dass die WortgottesdienstleiterInnen und die von ihnen gestalteten Gottesdienste von den Gläubigen gut angenommen und engagiert mitgestaltet werden. Ich sehe das als einen wichtigen Schritt für die Zukunftstauglichkeit der Pfarrgemeinden in unserem Pfarrverband. - Wer an Sonn- und Feiertagen auf die Eucharistiefeier nicht verzichten möchte, hat im Pfarrverband nur wenige Kilometer zu fahren (ev. mit jemand mitzufahren), um zu einer Heiligen Messe zu kommen.

 

Pfarrer Johann Karner, Pfarrblatt Ostern 2016