Sonntag, 7. Oktober, 10:00

ERNTEDANKFEST

Segnung der Erntekrone bei der Rehaklinik, dann Prozes-sion zur Pfarrkirche, dort Hl. Messe

Donnerstag, 25. Okt., 19:00

FRIEDENSGEBET

Gebet für Europa in der Pfarr-kirche

Gottesdienste der Woche vom 16. bis 23.9.2018
Verlautbarungen der Woche vom 16.09. bis
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Gottesdienste der Woche vom 23. bis 30.9.2018
Verlautbarungen der Woche vom 23.09. bis
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„Hans ich brauch dich“

Mit diesem Ruf wurde Johann Possert vor Jahrzehnten von Pfarrer Monsignore Mathias Požar zur Mitarbeit in die Pfarre Tobelbad geholt. Dieser Bitte ist Hans seitdem vielfach nachgekommen, dafür an dieser Stelle ein herzliches DANKE. In diesem Beitrag wird ein Interview zusammengefasst, das Anton und Margret Hofmann aus Anlass des 80. Geburtstags mit dem Jubilar geführt haben.

Hans Possert wurde am 13. 9. 1934 in Viskovsci im damaligen Jugoslawien geboren. Im Jahre 1944 kam er mit seinen Eltern und vier Geschwistern als Flüchtling in die Steiermark „mit Ross und Wagen sind wir in Gießenberg angekommen“. Der Bauer, bei dem sie unterkommen konnten, musste ihnen mit dem Fuhrwerk entgegengekommen, sie hätten den Berg nicht mehr geschafft.

Nach einer Zwischenstation in Blumegg erwarben die Eltern Katharina und Anton Possert im Jahre 1955 das Anwesen Hitzendorferstr.104. Im selben Jahr hatte Hans bei einer Wahlfahrt nach Maria Zell seinen ersten Kontakt mit der Pfarrgemeinde Tobelbad. Obwohl er die Sonntagsmesse in Lieboch besuchte, ergab sich über die Landjugend, der Feuerwehr und übers Volkstanzen ein enger Bezug zur Pfarre Tobelbad. Und so wurde er von Pfarrer Požar auch zum Mitglied im ersten Pfarrgemeinderat ernannt. (Dieser hatte 1991 den Pfarrkirchenrat abgelöst und die ersten Mitglieder wurden ernannt und nicht gewählt, wie es seitdem gemacht wird.) Am 28. April 1979 heiratete Johann seine Johanna in der Pfarrkirche St. Johann. Gemeinsam führen sie einen erfolgreichen Fleckviehzuchtbetrieb.

Auf die Frage, was ihm von seiner Tätigkeit für die Pfarrgemeinde besonders erwähnenswert ist, erzählt Hans, wie er für die Kirchenrenovierung im Jahre 1971 von allen Waldbesitzern Eichenstämme erbeten hat. Aus ihnen sollten neue Kirchenbänke entstehen. Da die Bänke dann renoviert aber nicht erneuert wurden, konnte der aus dem Verkauf erzielte Erlös für die Renovierung der gesamten Kirche verwendet werden.

Nicht nur bei großen Aktionen war und ist Hans Possert immer eine wichtige Unterstützung. Jeder Festobmann konnte beim Pfarrfest mit seiner Hilfe rechnen, der Christbaum, die Erntekrone, der Apfelmost, der Biomüll am Friedhof und noch ungezählte andere Hilfeleistungen, die die Pfarre dem Hans verdankt. Dabei ist er ein bescheidener Mann geblieben, im Interview legt er großen Wert darauf, dass alles nur gemeinsam und gemeinschaftlich gemacht werden kann. Für diese Gemeinschaft setzte sich Hans auch als Gemeinderat und im Bauernbund ein.

Das große Geschenk ist, dass ich 80 Jahre bin und dass es mir gut geht und dass ich zu jedem hingehen kann und dass jeder zu mir kommen kann“. Mit diesen Worten schließt er das Interview ab. Im Namen der Pfarrgemeinde gratuliere ich, sage danke und wünsche noch viele gute Jahre.

Mag. Margret Hofmann, Pfarrblatt Oktober 2014

Pfarrblatt September 1995