Sonntag, 18.11., 8:30 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

 

Sonntag, 25.11., 8:30 Uhr

Christkönigssonntag, 

Jugendsonntag

Vorstellung der Firmkandi-datInnen

Gottesdienste der Woche vom 4. bis 11.11.2018
Verlautbarungen der Woche vom 04.11. bis
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Gottesdienste der Woche vom 11. bis 18.11.2018
Verlautbarungen der Woche vom 11.11. bis
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Verlässlichkeit und Engagement haben einen Namen:

Hermine Neubauer

 

Ob Müll, Blumen oder Laub - ob Fenster, Wege oder Staub

Ob Agape bei Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen - oder andere Fälle

Ob als Pfarrgemeinderätin, im Sozialkreis oder beim Pfarrkaffee - immer ist sie zur Stelle

Überall ist sie aktiv, verantwortungsbewusst und kreativ

Schenkt ihre Freizeit - sie ist eine wertvolle Persönlichkeit

 

Hermine Neubauer feiert in diesen Tagen einen runden Geburtstag. Mit diesem Beitrag im Pfarrblatt soll für ihre langjährige Arbeit in der Pfarre und für die Pfarrbevölkerung Dank und Anerkennung zum Ausdruck gebracht werden. Im folgenden Interview kommt sie selbst zu Wort.

Hofmann: Liebe Hermi immer schon bewundere ich dich für deinen unermüdlichen Einsatz in der Pfarre. Was stand am Anfang? Was sind deine ersten Erinnerungen an die Kirche in Tobelbad?

Neubauer: Cola, Fanta und Sprite, fallen mir spontan ein, die wir Kinder aus einfachen Verhältnissen vom damaligen Pfarrer Monsignore Požar bekommen haben, wenn wir nach der Hl. Messe in seiner Küche gesessen sind. Und das Kranzerl mit Schleier, auf das ich bei der Erstkommunion so stolz war.

Hofmann: Du bist ja seit 1992 ununterbrochen im Pfarrgemeinderat, zuerst kooptiert, dann immer gewählt und hast für Dr. Thomann seit 2001 den Pfarrhaushalt geführt und warst ihm eine ständige Begleiterin bei vielen Aufgaben. Welche Bedeutung hat diese enge Zusammenarbeit in der Rückschau?

Neubauer: Als erstes ist es die Dankbarkeit für den erweiterten Blick auf die Pfarrbevölkerung und die Sicht über die Grenzen hinaus. Dr. Thomann hat immer schon die Menschen in ihren Lebenswirklichkeiten, mit ihren Fragen und Nöten ernst genommen.

Hofmann: Das klingt als habe er das Zukunftsbild, in dem es ja heißt „Wir gehen vom Leben der Menschen aus“ gelebt, bevor es in der Steirischen Diözese festgeschrieben wurde. Gibt es etwas, was dir von ihm besonders wichtig ist?

Neubauer: Ein Satz begleitet mich, der heißt: „Alles was man sagt, sollte wahr sein – aber nicht alles was wahr ist, muss man sagen.“ Und im Nachsatz: „Wo kämen wir denn da hin?“

Hofmann: Von seiner Diplomatie und seinem Humor sprechen heute noch viele. Die Diözese ist mit dem Reformprozess gerade in einer Umbruchsphase. Seelsorgeräume, Stärkung des Ehrenamts, gemeinsam verantwortete Leitung, Entlastung der Pfarrer, sind Schlagworte aus dem Zukunftsbild. Was wünschst du dir für die Zukunft der Pfarre?

Neubauer: Mir ist wichtig, dass das Pfarrleben und der Zusammenhalt weiterhin aufrecht bleiben.

Hofmann: Das wünsche ich dir auch. Im Namen der Pfarrblattredaktion ALLES GUTE und DANKE für alles, was du für uns und die Pfarre tust.

 

Das Interview mit Hermi Neubauer führte Margret Hofmann.

Pfarrblatt Oktober 2018

 

Der Tobelbader Pfarrhof - das Pfarrheim - aus der Erinnerung von Hermine Neubauer

Im Jahr 1964 wurde ich eingeschult. Mein damaliger Pfarrer hieß Josef Hagenhofer, er war sehr streng! Unsere Schulräume mit Betonboden befanden sich in den heutigen Sozialräumen des Pfarrheimes und zwei Lehrerinnen führten Frontalunterricht durch. Im ersten Raum wurden die Kinder der 1. und 2. Klasse am Vormittag und der 3. und 4. Klasse am Nachmittag unterrichtet. Im mittleren Raum waren die Kinder der 5. bis 8. Klasse. 1967 zogen wir dann ins neue Schulgebäude, in die jetzige Volksschule. Pfarrer Hagenhofer verstarb 1965, danach kam Monsignore Matthias Požar , ein Pfarrer aus Rumänien. Für die Jugendlichen begann nun die schönste Zeit im Pfarrhof, weil dieser Pfarrer für uns sehr viel übrig hatte. Uns stand einen Tischtennisraum im Keller zur Verfügung, den wir „Kleinen“ bis 17 Uhr benutzen durften, dann kamen die „Großen“ von der Arbeit und wir gingen nach Hause. Pfarrer Požar verwöhnte uns mit Chips, Soletti, Cola und Fanta. Wir spielten in den vom Pfarrer umgebauten Räumen Domino und Mensch ärgere dich nicht, aber wir zehn bis sechszehn Kinder waren auch im anliegenden Wald und beim Steinbruch unterwegs.

In den 70er Jahren wurde ein Kindergarten für damals 20 Kinder im Pfarrheim eingerichtet. Da mein Sohn Andreas in diesen Kindergarten ging (1990), brach der Bezug zum Pfarrhof nie ab.

1979 starb Monsignore Matthias Požar unerwartet, danach übernahm Dr. Herbert Thomann die Pfarre. 1986, als Katharina Blüml als Haushälterin, Religionslehrerin und Pastoralassistentin in den Pfarrhof einzog, war die Beziehung total intensiv. Ich half schon unter ihrer Aufsicht bei Taufen und Hochzeiten die Agape auszurichten. Auch verschiedene Tätigkeiten im und um den Pfarrhof machten wir gemeinsam. Als Katharina Blüml 2001 in den Ruhestand trat, übernahm ich die Haushaltstätigkeit und die Pflege im und um den Pfarrhof. Zehn Jahre durfte ich unter Prälat Dr. Thomann dienen. Nach dem überraschenden Ableben unseres Herrn Pfarrers 2011 wurde ich dann als Angestellte einvernehmlich vom Dienst enthoben, aber „meinen“ Pfarrhof betreue ich heute noch rundum ehrenhalber. Als „Haus- und Hoffrau“ betrachte ich es als eine Auszeichnung, auch wenn mich so „MANCHER“ sogar als „dumm“ bezeichnet.

Für mich ist unser Pfarrhof ein Kraftplatz, ich fühle mich dort geborgen und er ist eine Oase der Seligkeit. Solange es meine Gesundheit zulässt, wird er „MEIN PFARRHOF“ bleiben.

Tobelbad, am 21. März 2018

 

 

Die Kirchturmuhr

Die Uhr befindet sich im Turm des Pfarrhauses, welches 1550 bis 1555 als Unterkunft für adelige Kurgäste erbaut wurde. In der Uhr ist die römische Zahl MDLXXXIX (= „1589“) eingeprägt, diese dürfte wohl auf das Einbauungsjahr hinweisen.

Das Schlagwerk wurde jahrzehntelang von Johann Schlegel betreut.

Mit Dr. Thomann als Pfarrer von Tobelbad ab 1979 wurde die Uhr von Johann Thumfort wieder neu entdeckt. Viele Reparaturarbeiten waren notwendig, bis sie wieder richtig funktionierte. Johann Thumfort machte diese Tätigkeiten mit großer Geduld und Liebe, denn diese Uhr ist ein Wunderwerk. Es gibt keine einzige Schraube oder Schweißnaht, lediglich Steckverbindungen und Bolzen. Die Uhr besteht aus großen Zahnrädern und an Stahlseilen hängen sehr große Steine. Jeden Tag musste die Uhr zur gleichen Stunde "aufgezogen" werden.

Als Johann Thumfort aus gesundheitlichen Gründen die Uhr nicht mehr bedienen konnte, wurde mein Sohn Andreas 1997, damals noch sehr jung, in 14-tägiger Einschulung als Nachfolger für diese wunderbare, aber doch zeitaufwändige Tätigkeit bestimmt. Andreas hatte schon immer großes Interesse an technischen Dingen. Er wusste genau Bescheid über die richtige Ritze in den Zahnrädern, das genaue Aufziehen der Seile mittels Kurbel und die Funktion der Steine (Gewichte). Ein Gewicht für das Pendel mit 33,5 kg, ein Gewicht für die Viertelstunden mit 32,5 kg und ein Gewicht für den Stundenschlag von 44,5 kg ist vorhanden. Wenn die Uhr einmal nicht aufgezogen wurde (was selten vorkam), war es immer eine sehr zeitaufwändige Arbeit, sie wieder auf Sekundengenauigkeit einzustellen.

Nach Andreas übernahm mein zweiter Sohn Tobias diese anstrengende Aufgabe, zur genauen Stunde in den Turm zu klettern.

Folglich entschloss sich Pfarrer Dr. Thomann, dieses Wunderding elektronisch steuern zu lassen. So hört man nun die Glocke zur Viertelstunde einmal, zur halben Stunde zweimal, zur Dreiviertelstunde dreimal und zur ganzen Stunde viermal plus der Anzahl der ganzen Stunden schlagen.

Gewartet wird die Uhr jährlich im Dezember, wie auch unsere Kirchenglocken, von der Firma SCHAUER.

Hermine Neubauer/Tobelbad, am 21. März 2018

 

 

 

Pfarrblatt Juni 1998

Andreas Nebel, Sohn von Hermine Neubauer